Der Feind in deinem Kopf: Wie man sich von negativen Gedanken befreit

Der Feind in meinem Garten

Er war mein Feind. Ich hab ihn bekämpft.

Ich habe alle Massnahmen zur Vertreibung versucht. Lärm und Geruch sollten ihn verjagen. Also habe ich Knoblauch, Essig und Haarknäuel in das Loch gestopft.

Ich habe fleißig Rasen gemäht, bin im Garten rumgetrampelt und  habe unserem Maulwurf sogar Musik vorgespielt. Lautstark, einen ganzen Tag lang! Entweder über mein Handy, das ich in einem Plastiksack in den Maulwurfshügel gestopft hatte, oder über einen portablen Lautsprecher, wenn das Telefon zwecks Aufladung ins Haus musste.

Es hat alles nichts genutzt und mein Stresspegel stieg jeden Morgen weiter an 😡.

Ein Maulwurfshügel! Und noch einer! Jeden Tag ein neuer und noch grösser!

Der Gedanken-Maulwurf frisst deine Energie und schwächt Körper und Psyche

Unser Gehirn verbraucht 20% unseres Energieverbrauchs. Wieviel Energie und Zeit verschwendest du mit negativen Gedanken?

Aber viel wichtiger ist, wie negative Gedanken deine physische und psychische Gesundheit belasten:

  • Negative Gedanken versetzen den Körper in ständige Alarmbereitschaft und führen zu psychischem Stress
  • Negative Gedanken sind ein Teufelskreis und produzieren noch mehr negative Gedanken und negative Gefühle.
  • Ständiges Grübeln und Sorgen können das Risiko für Depressionen und Angststörungen erhöhen. 
  • Negative Selbstgespräche und Selbstkritik können das Selbstwertgefühl beeinträchtigen und zu einem Gefühl der Wertlosigkeit führen. 
  • Körperliche Auswirkungen sind meist: Verspannungen, Erschöpfung, Verdauungsprobleme, Schlafprobleme, geschwächtes Immunsystem, Herz-Kreislauf-Probleme.

Es ist nie die Situation oder Person, die dich stresst. Es sind immer deine Gedanken darüber!

Falls es in deinem Leben gerade etwas/jemand gibt, der dich irritiert, herausfordert, oder stresst, dann ersetze “Maulwurf” durch deinen Stressor.

Hast du die gleichen  oder ähnliche Gedanken?

  • Ein Maulwurf ist ein Schädling
  • Er darf hier nicht sein
  • Er sollte draußen auf dem Feld bleiben
  • Er verunstaltet meinen schönen Garten
  • Er zerstört den Rasen
  • Die Erdhügel sind im Weg
  • Er macht extra Arbeit
  • Ich muss ihn loswerden

Gedanken ändern, so geht’s:

1. Beobachte deine Gedanken. Schreibe sie am besten auf.

  • Dadurch kommen deine Gedanken aus deinem Kopf raus.
  • Dies bringt schon eine erste Entlastung.
  • Das „in Worte fassen“ und den Gedanken schwarz auf weiss lesen zu können, bringt Klarheit darüber, was eigentlich in deinem Verstand los ist.
  • Dieses Bewusstwerden ist der erste wichtige Schritt zur Veränderung.

2. Triff eine bewusste Entscheidung

  • Willst du diese Gedanken in deinem Körper beherbergen?
  • Willst du Energie verschwenden?
  • Willst du deinem Körper und deinem Gemüt schaden?
  • Willst du deinen Schmerzkörper füttern?

Du denkst dir jetzt sicher, NEIN, logisch will ich das nicht! Was für eine bescheuerte Frage!

Aber soll ich dir etwas verraten?

Du hast nicht immer die Kontrolle darüber, was die Ursache für deine mentale Motzerei ist. Denn meistens kommt sie aus unbewussten Abwehr- und Verteidigungsstrategien, erlernten Überzeugungen und vorallem aus deinem kleinen Ego, das sich gross aufspielen und Anerkennung erhaschen will.

Du bist also schlicht und einfach nicht Herr/Herrin deiner Gedanken.

In meiner größten Krise 2012, wo der Schmerz so gross war, dass er mich fast aufgefressen hätte, hatte  ich eine alles verändernde Einsicht:

Etwas in mir wollte sich aufregen.

Etwas in mir wollte wütend sein.

Etwas in mir wollte Recht haben!

Etwas in mir wollte diesen Schmerz!

BÄNG ‼️

Willst du Recht haben oder
willst du glücklich sein?“

Marshall B. Rosenberg. Gewaltfreie Kommunikation

3. Fokus ist Alles!

Stell dir vor du hast eine Taschenlampe.

Mit dieser kannst du entweder die negativen Aspekte einer Person/Situation/Beziehung beleuchten, oder die positiven.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Wo Aufmerksamkeit ist,
da geschieht Lernen”.

das hat schon Tim Gallway gesagt.
The Inner Game of Tennis

Lenke also dein mentales Scheinwerferlicht bewusst auf Positives, Vorteile und Erfreuliches, wenn du mehr davon haben möchtest.

Anders gesagt: fokussiere auf die andere Seite der Medaille!

Das hat übrigens nichts mit Problemverweigerung oder Naivität zu tun.

Damit kommst du erst einmal zurück in die Mitte, in den Nullpunkt, in die neutrale Zone. Damit du von da aus ganz nüchtern und pragmatisch deine nächsten Schritte planen kannst. Klar und überlegt, anstatt mit überschäumenden Emotionen, die viel Geschirr zerschlagen können.

Das ist besonders hilfreich in Konfliktsituationen. Denn wie oft passiert es uns, dass wir nur die Nachteile, nur die Fehler, nur das Unperfekte sehen? Wie schnell sind wir mit unserem Urteil: er ist schlampig, unzuverlässig, respektlos, …

Daran können wir uns festbeissen, wie ein Hund am Knochen. Und unsere subjektive Meinung auch noch vehement verteidigen, wenn man sie uns wegnehmen will.

Wir „vergessen“ schlichtweg, dass die andere Person auch eine andere Seite hat.

Anstatt deinen Mann gedanklich auszuschelten, weil er die Kaffeetasse neben und nicht in den Geschirrspüler setzt, den Müll nicht rausbringt, schnarcht, bei Erzählungen viel zu weit ausholt, stundenlang in den Computer glotzt, sich nicht genügend um die Kinder kümmert, ….

Erinnere dich daran, warum du dich in ihn verliebt hast. Was liebst du an ihm? Was kann er richtig gut? Welche Stärken und Talente hat er? Was schätzen andere an ihm? Wann und wie unterstützt er dich?

Merkst du wie der Stresspegel im Körper sich beginnt zu verändern und abnimmt?

Den Fokus auf das Gute zu legen, ist eine Entscheidung und braucht Energie. Willst du Frieden, oder willst du Krieg? Das Paradoxe darin ist ja meistens, dass die andere Person gar nichts von deinem inneren Stress mitkriegt. Die negativen Gefühle wüten nur in dir drinnen und schaden deinem Körper und deiner Psyche.

Bild und Illustration: KnochiART

4. Reflexion und Selbsterkenntnis

Wenn du schon so weit gekommen bist, dann kannst du auch noch den letzten Schritt gehen. Frage dich ehrlich und ohne falsche Bescheidenheit:

  • Wann hast du dich selbst nicht so verhalten, wie du es eigentlich gewollt hättest?
  • Hast dem Fussgänger den Vortritt genommen?
  • Die Kinder mit dem Ipad abgespeist?
  • Den Hausputz auf nächste Woche verschoben?
  • Die Einladung mit einer Lüge “da habe ich schon etwas vor” abgeschlagen?

Es geht hier nicht darum Miss-Perfekt zu sein, sondern Verständnis zu haben. Für dich selbst und für die anderen.

Es geht darum, das grosse Ganze zu sehen. In die Helikopter Perspektive zu wechseln. Die 360 Grad Sicht einzunehmen. Anstatt aus unserem beschränkten Blickwinkel heraus die Dinge, und Menschen (!) zu (ver-)(b)eurteilen.

Aber manchmal können wir uns ganz schön erhitzen und uns in diesen negativen Gedanken und Motzereien total verlieren. Wie in einem Labyrinth, wo wir den Ausgang nicht mehr finden.

Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Gratuliere, dass du bis hier gelesen hast :-).

die negativen Gedanken halten dich im Labyrinth gefangen

Frieden: Vom Feind zum Freund

Heute Morgen habe ich die Gardinen in der Küche hochgezogen und einen weiteren Erdhügel entdeckt.

Ich habe geschmunzelt.

Keine einzige Irritation in meinem Körper. Frieden.

Meine Gedanken heute:

  • Der Maulwurf ist ein Nuetzling
  • Er ist hier willkommen
  • Er lockert und durchlüftet unseren Boden
  • Die bessere Bewässerung fördert das Pflanzenwachstum
  • Er verzehrt Schädlinge wie Käfer, Engerlinge und Schnecken
  • Er ist ein Gartenhelfer
  • Er ist süß
  • Die Erde kann ich gut in den Beeten und als Anzuchtserde gebrauchen

Noch 2 weitere effektive Tools:

Byron Katie, The Work

Hinterfrage deine Gedanken mit THE WORK von Byron Katie. Sie fragt: „Wer wärst du ohne deine Geschichte?“

Du leidest, wenn du glaubst, was du denkst. 4 Fragen und die Umkehrung.

The Work ist ein einfacher, kraftvoller Prozess der Überprüfung. Er lehrt dich, Gedanken zu identifizieren und zu hinterfragen, die alles Leiden in dieser Welt verursachen. Es ist ein Weg zu verstehen was dich verletzt, um deinen Problemen mit Klarheit zu begegnen.

PSYCH-K free your mind

Gedankenmuster, Überzeugungen und Negative Glaubenssätze sind unbewusste Programmierungen und kommen meist aus den ersten 7 Jahren unseres Lebens.

PSYCH-K free your mind (psychologische Kinesiologie) deckt diese auf, identifiziert sie und stellt Übungen/Balancen zur Verfügung, um diese aufzulösen, zu transformieren.

Eine PSYCH-K Sitzung dauert 60-75 Minuten und kann bequem online von zu Hause aus durchgeführt werden.

Wie PSYCH-K funktioniert und was Dr. Bruce Lipton dazu sagt, liest du hier: Glaubenssätze und Stress auflösen und deine Zukunft freudvoll gestalten mit PSYCH-K.

Ich bin PSYCH-K Master Facilitator und integrative Kinesiologin und berate dich gerne. Hier kannst du ein unverbindliches Gespräch mit mir buchen:

FAZIT: Wenn du mentalen Frieden willst, dann braucht es:

  • Schriftlichkeit und Klarheit
  • Eine bewusste Entscheidung
  • Fokuswechsel
  • Selbstreflexion und 
  • Verständnis

Welche Strategien helfen dir? Ich freue mich, wenn du sie mit uns in den Kommentaren teilst :-)!

Ach ja, unser Maulwurf heisst Anton, und den Ultraschallsender habe ich wieder in den Karton gepackt :-)“


Wer schreibt hier?

Hej, ich bin Sandra. 2016 habe ich mir einen grossen Traum erfüllt und bin alleine nach Dänemark ausgewandert.

Als Karriere-, Führungs- und Persönlichkeitscoach, Ausbilderin und Kinesiologin unterstütze ich Menschen in der Mitte des Lebens bei beruflichen und privaten Veränderungen und Neustarts. Aus der Krise in die Kraft.

Ich helfe dir:

  • Deine Talente und Kompetenzen zu kennen und zu stärken
  • Dich beruflich neu zu orientieren und deine Karriere erfolgreich zu gestalten
  • Deine Persönlichkeit zu entwickeln und echt, ehrlich und natürlich zu leben
  • Mutige Entscheidungen zu treffen und Träume zu realisieren
  • Stress und negative Glaubensmuster zu lösen und mentale Fitness zu erlangen
  • Dein Bewusstsein zu schärfen und spirituell zu wachsen

Fun Facts und mehr zu mir liest du hier:


Extra Tipp: Stress wegklopfen mit 6 Fingeryoga Übungen

Stress durch herausfordernde Situationen oder Personen bringt unseren Energiefluss ins Stocken und die in diesem Moment erlebten negativen Gefühle werden festgehalten oder unterdrückt.

Fingeryoga ist eine beliebte Selbsthilfetechnik, um unseren Energiehaushalt zu balancieren.



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